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Die Jackal

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Jackal in Zahlen
Links zur Jackal
Jackal im Bild

Immer wieder werde ich von Interessierten nach der Jackal gefragt. Hier die Antwort.

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Fakten:

bulletDie Jackal gehört in die Reihe der Californias von Moto Guzzi. Sie wurde von 1999 bis 2001 angeboten neben der California EV (dem Nachfolger der California III) und der California Special, die zunächst als V11 Bassa auf den Markt kam. Diese wurde Bassa (ital. flach/niedrig) genannt, weil die Sitzbank tiefer liegt, als bei den anderen Californias. Das Nachfolgemodell der California Jackal ist die California Stone.
bulletTypisch für die Jackal ist, dass sie auf das wesentliche reduziert ist. Sie unterscheidet sich von den anderen Californias dadurch, dass auf nicht notwendige Teile verzichtet wurde. Sie besitzt:
bulletKein Integralbremssystem (vorne eine 320 mm und hinten eine 282 mm Bremsscheibe)
bulletKein Windschild
bulletKeine Trittbretter (EV)
bulletKeinen Drehzahlmesser (nur Tachometer)
bulletKeine Chromabdeckungen der unteren Rahmenrohre
bulletKeine Chromblenden über dem Hinterrad (EV)
bulletKeine Chromabdeckungen der Benzin-Einspritzung (Special)
bulletFolgendes ist vereinfacht:
bulletDie Stoßdämpfer vorne sind nicht einstellbar
bulletDie Federbeine hinten sind nicht ohne Schlüssel verstellbar
bulletDie Lichtmaschinenabdeckung ist aus schwarzem Plastik
bulletDie Lackierung ist einfarbig (schwarz, rot oder grau-metallic das titan genannt wird)
bulletDiese Reduktion führt zu einem Preis von 17.500 DM (bei Einführung 1999) der 5.000 DM unter dem der beiden anderen Californias liegt. Hier wurde an der richtigen Stelle gespart. Alle weggelassenen Teile können je nach persönlichem Wunsch nachgerüstet werden.
bulletSeitendeckel und rechter Zylinder der JackalDer V11 Motor ist identisch mit dem der EV und dem der Special:
2 Zylinder im 90º Winkel längs eingebaut mit 1064 ccm und 55 KW, elektronischer Zündung und Benzin-Einspritzung.
Die Ventildeckel sind rundlich und grau wie bei der V11 Sport (bei der EV eckig, bei der Special rund und poliert) jedoch mit schwarzem und nicht mit rotem Schriftzug.
bulletDie 2 in 2 Auspuffanlage hat die gleiche Form wie die der EV oder der Special, ist jedoch nicht verchromt. Krümmer wie Dämpfer sind aus Edelstahl und bekommen daher den typischen leicht gelblichen Farbton.
bulletDer Antrieb erfolgt über eine Trockenkupplung, ein 5 Gang Getriebe und Kardan.
bulletDie Reifen haben eine Breite von 110 und 140. Die Speichenräder erfordern Schläuche. (Frühe Ausführungen der California Special hatten außen gespeichte Felgen mit schlauchloser Bereifung.)
bulletTank 19 Liter (15 + 4 Reserve) mit dem je nach Fahrstil 300 - 400 km weit gefahren werden kann.
bulletDas Leergewicht beträgt 269 kg, das zul. Gesamtgewicht 525 kg.
bullet1-Sitzer-Jackal mit Gepäckträger und Special-StoßdämpfernDie Sitzbank ist zweiteilig. Statt des Soziusteils kann ein Gepäckträger montiert werden.
Unter dem vorderen Teil der Sitzbank ist ein wenig Platz z.B. für Werkzeug oder für das in Österreich vorgeschriebene Verbandspäckchen.
bulletDas Rücklicht ist die gleiche Doppelleuchte wie an der EV.
bulletDer Lenker ist flacher als der von der EV und nicht so breit wie der der Special.
bulletUm die 3 Jahre Garantie zu erhalten, müssen Wartungsintervalle von 10.000 km (oder 1 x pro Jahr) eingehalten werden. (Ab 2001 ist die Garantieleistung erweitert, die Dauer aber auf 2 Jahre reduziert worden.)

Unter Jackal in Zahlen stehen noch weitere Fakten in tabellarischer Form.

Meinung:

In verschiedenen Tests wurde die gute Kurvenlage und das bequeme Handling hervorgehoben. Ich kann dies nur bestätigen. Anteil hieran hat, neben dem typischen Tonti-Rahmen, wohl der nicht zu breite Hinterreifen und der nicht zu hohe, nicht zu breite Lenker der dazu führt, das ich auch die Serpentinen zum Großglockner ohne Ermüdung mit Freude fahren konnte. (Der Lenker der California Special ist für enge Kurven schon zu breit).

Dieses Foto von meiner Jackal machte Felix Hasselbrink Hrsg. der MotaliaDie gute Sitzposition führt auch auf langen Strecken zu entspanntem Fahren (jedenfalls bei meiner Größe  von 176 cm). Auch kleinere Leute hätten keine Probleme die Füße im Sitzen voll auf den Boden zu bekommen. Bei hohen Geschwindigkeiten drückt natürlich der Fahrtwind auf den aufrechten Körper. (Ich empfinde das Fahren über 160 km/h als unbequem). Es gibt Jackal-Fahrer, denen die Sitzbank nicht weich genug ist. Ich kann dieses nicht bestätigen. Es gibt jedoch im Zubehörhandel Alternativen.

Die Motorleistung ist ausreichend um auch mit zwei Personen und Gepäck zügig zu fahren. Mein Benzinverbrauch liegt je nach Fahrweise zwischen 4,5 und 6,5 Litern Super Bleifrei (95 Oktan) auf 100 km. (Ich habe es bei sehr aggressiver Fahrweise auch mal auf über 7 Liter gebracht).

Das ausgereifte Zündungs-Einspritzsystem verarbeitet ständig folgende Daten: Drehzahl, Phasensignal, Motortemperatur (Öl), Drosselwinkel, Druck im Ansaugstutzen, Luftdruck und -temperatur vor der Drosselklappe. Dies ermöglicht jederzeit das sofortige Reagieren des Motors unabhängig von Luft- und Motortemperatur, Luftfeuchtigkeit und Höhenlage.

Das fehlende Integralbremssystem vermisse ich nicht. Besonders, da es neben dem Vorteil Bequemlichkeit auch einen Nachteil hätte: Es könnte nie nur hinten gebremst werden, was in Kurven mit Schotter und Rollsplitt leicht zum Ausbrechen des Vorderrades führen würde!

Die großen Wartungsintervalle und die Mobilitätsgarantie ermöglichen eine unbedarfte Nutzung besonders für weite Touren, ohne ständig auf den Kilometerzähler achten zu müssen.

Aus optischen Gründen habe ich mich gegen Hartschalenkoffer entschieden und das abschließbare Leder-Koffersystem Liberty Big von Hepco & Becker montiert, mit dem ich zufrieden bin. Die Halterungen sind identisch mit denen für die Hartschalenkoffer. Es müsste nur das Schloss nachgerüstet werden, um Hartschalenkoffer zu nutzen.

Auch der World-of-Guzzi Adler ist begeistertZusammengefasst: Ich bin begeistert und kann jedem Motorradfahrer, der auf funktionale Formen an Stelle von unnützem Chrom steht, die Moto Guzzi California Jackal wärmstens empfehlen.

Spezielle Fragen beantworte ich natürlich gerne.

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Stand: 10. März 2006